Manuelle Therapie
Die Begriffe
Physiotherapie und Manuelle Therapie werden oft synonym
verwendet, bezeichnen jedoch unterschiedliche Ansätze.
Während die
Physiotherapie früher Krankengymnastik als Oberbegriff für eine
Vielzahl an Behandlungsmethoden dient, ist die Manuelle
Therapie eine hochspezialisierte Zusatzqualifikation innerhalb
der Physiotherapie.
Was ist Manuelle
Therapie?
Die
Manuelle Therapie (MT) konzentriert sich gezielt auf die
Diagnose und Behandlung von Funktionsstörungen des
Bewegungsapparates, insbesondere der Gelenke, Muskeln und
Nerven.
1.) Fokus: Wiederherstellung der Gelenkmechanik und das Zusammenspiel zwischen Gelenken und Nervensystem.
2.) Techniken: Therapeuten nutzen spezielle Handgriffe, um blockierte Gelenke zu mobilisieren oder instabile Bereiche zu stabilisieren.
3.) Voraussetzung: Physiotherapeuten müssen eine mehrjährige, zertifizierte Zusatzausbildung absolvieren, um MT abrechnen zu dürfen
Synergieeffekte:
In
der Praxis werden beide Formen oft kombiniert. Die
Manuelle Therapie dient häufig dazu,
die Beweglichkeit eines Gelenks überhaupt erst
wiederherzustellen (den „Weg frei zu machen“), während
die klassische Physiotherapie
anschließend hilft, die umliegende Muskulatur zu
stärken, um den Behandlungserfolg langfristig zu
sichern.
